Dora Bruder – Patrick Modiano

Vorsichtig, ja fast schleichend, macht sich Modiano auf die Suche nach Dora Bruder, einem jüdischen Mädchen in Paris zur Zeit von Okkupation durch die Nationalsozialisten. Verloren zwischen den Straßen der Stadt, begibt sich der Meister der nebligen Gestalten und großen Gefühle auf die Spuren eines eigentlich gewöhnlichen Mädchens.

Advertisements

Gib mir was, sonst kriegste was – Lesley Glaister

„Gib mir was, sonst kriegste was!“ So bitten die Kinder am Tag des Geisterfestes, Halloween, um Süßigkeiten – wer dies verweigert, muss mit Streichen rechnen. Was in Lesley Glaisters Roman mit einer harmlosen Nachbarschaftsgeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer unheimlichen Atmosphäre, die ein böses Ende vorausahnen lässt.

Die Aula – Hermann Kant

Kaum ein anderes Buch wandelt so souverän auf dem schmalen Grat zwischen Witz und bitterböser Ironie. Hermann Kant schafft mit seinem Roman „Die Aula“ einen Balanceakt zwischen Sarkasmus und trauriger Wahrheit. Ein Buch, das den Antrieb der Menschen im Sozialismus beschreibt, von Liebe schwärmt und die Last jahrelanger Schuld in sich trägt.

Ein Monat auf dem Land – J. L. Carr

Idyllisch und ruhig ist der Roman von J.L. Carr. Ein Buch, das ganz im Zeichen des Titels steht und während der sanften Sonnenaufgänge über Oxgodby es schafft, tief zu berühren. Die Frage die dabei im Mittelpunkt steht ist zeitlos, wie die warmen Sommertage im Jahr 1920: Wie tief können Wunden sein, und kann man das erlebte jemals wieder überwinden?