Dora Bruder – Patrick Modiano

Vorsichtig, ja fast schleichend, macht sich Modiano auf die Suche nach Dora Bruder, einem jüdischen Mädchen in Paris zur Zeit von Okkupation durch die Nationalsozialisten. Verloren zwischen den Straßen der Stadt, begibt sich der Meister der nebligen Gestalten und großen Gefühle auf die Spuren eines eigentlich gewöhnlichen Mädchens.

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Die Zeitmaschine – H. G. Wells

Blutüberströmt, schmutzig und total durcheinander erscheint der Zeitreisende am zweiten Abend des Buches zu seiner Abendgesellschaft. Am vorigen Abend hat er dem ungläubigen Publikum, das unter anderem aus einem Bürgermeister und einem Psychologen bestand, seine Zeitmaschine gezeigt. Nun, so sagte der Zeitreisende, sei er von einer Zeitreise aus dem Jahr 802.701 zurückgekommen.

An einem eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts – Robert Schimmelpfennig

Kälte. Graue Straßenzüge und zugeschneite Dörfer. Robert Schimmelpfennigs Roman mit dem etwas sperrigen Titel zeichnet ein düsteres Bild des 21. Jahrhunderts. Ob der erste Roman des Dramatikers überzeugen kann und warum er, trotz dass er wenig Begeisterung bei den Kritikern auslöste auf der Shortlist des Leipziger Buchpreises gelandet ist, möchte ich euch heute vorstellen.

Wie die Bücher auf dem Regal nicht verstauben

Wenn ich mit Menschen übers Lesen rede, höre ich immer wieder die selben Dinge: "Wie schaffst du es so viel zu lesen?" oder "Ich hätte ja keine Zeit so viele Bücher zu lesen!". Die erste Frage möchte ich jetzt beantworten - letzteres ist in den meisten Fällen einfach nur falsch.

Deutschstunde – Siegfried Lenz

Ein beeindruckendes Buch. Einfach Umwerfend. Lenz beweist mit diesem Roman, dass er der Meister der deutschen Sprache ist, und wirft alle Konkurrenten um Meilen zurück. Mit unglaublichen Geschick porträtiert er die großen gesellschaftlichen Umschwünge in Deutschland. Wie das Denken der kleinen Menschen, im 20. Jahrhundert immer wieder über den Haufen geworfen wurde, und welchen Dienst die Kunst unserer Gesellschaft erwiesen hat und immer noch erweist.

Adams Erbe – Astrid Rosenfeld

Mit "Adams Erbe" schafft Astrid Rosenfeld eine Liebesgeschichte in die tragische Zeit des Holocaust einzubauen. "Adams Erbe" ist ein sehr bewegender aber auch humorvoller Roman. Vor allem durch ihre intensiven, manchmal grotesken, aber immer sehr überzeugenden Charakterzeichnungen kann das Buch bei seinen Lesern punkten.