Wenn alles interessanter als das Lehrbuch ist.

Die Bücher liegen offen auf dem Schreibtisch, eine dampfende Tasse Kaffee steht bereit.  Eigentlich ist alles perfekt um mit dem Lernen zu beginnen, aber schon nach wenigen Minuten merkt man, dass die Bäume vor dem Fenster viel interessanter sind, und eigentlich naja… und das war’s dann häufig mit dem Lernen. Wenn ihr dieses Problem genauso gut kennt wie wir, werden euch diese Motivationshelfer wie gerufen kommen.

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Man hat gute und schlechte Tage und man hat Tage, an denen geht einfach gar nichts. Daran kann man nichts ändern und darüber sollte man sich auch nicht allzu große Sorgen machen. Doch früher oder später kommt jeder von uns im Studium an einen Punkt, wo man einfach nur vor dem Schreibtisch sitzt, es mit dem Lernen oder Arbeiten einfach nicht klappen will und der Zeitdruck einem im Nacken sitzt.

Das Lernen wird immer weiter hinausgezögert, am Ende wird der Stoff, an der Zeit bemessen, einfach zu viel und im schlimmsten Fall muss die Klausur dann wiederholt werden. Wenn ihr das schon öfter erlebt habt, klickt doch mal meinen Artikel über gute Zeitplanung an, dort findet ihr eine Anleitung, welche euch hilft solche Situationen von Anfang an zu vermeiden.

Nicht alles auf einmal

Wenn man versucht eine Tafel Schokolade in einem Mal zu verschlingen, wird einem das nicht gut bekommen. Es ist besser, sich Stücken für Stücken vorzuarbeiten und gegebenenfalls Pausen einzulegen. (Ja, ich gebe zu das Beispiel mit der Schokolade war nicht so treffend, zumindest wenn ich daran denke, wie es bei mir mit einer Tafel Schokolade läuft… aber egal, ich denke das Wesentliche ist rübergekommen.)

Man sollte sich also, insbesondere wenn man verschiedene Fächer hat, eine Art Stundenplan am Anfang jedes Lerntages anfertigen. Dies hat drei Vorteile:

  1. Durch die leichte Aufgabe am Anfang kann das Gehirn warmlaufen und man muss sich nicht sofort auf die komplexen Probleme stürzen, die gleich darauf vor einem liegen.
  2. Der Lernstoff wird übersichtlicher.
  3. Dieser Punkt ist jetzt entscheidend für das Thema Motivation: Man hat ein Ziel. Setzt man sich nämlich einfach nur an seine Bücher, weiß man nie, wann man fertig ist, denn mehr geht immer. Hat man sich aber festgelegt, dass man z.B.: 1 Kapitel des Themas A, 1 Kapitel des Themas B und die jeweils dazugehörigen Karteikarten lernt, weiß man, dass man in vielleicht zwei oder drei Stunden durch ist und sich wieder den schönen Dingen des Lebens widmen kann.

Die Umgebung

Als nächstes widmen wir uns dem Lernort. Ich könnte euch jetzt einfach eine Liste von Empfehlungen geben, dass es ein heller, stiller Ort sein soll, wo euch nichts ablenkt, aber das ist dann eine Frage der Konzentration und nicht der Motivation. Vielmehr muss man sich folgende Frage stellen: Wie gestalte ich meinen Arbeitsplatz, dass ich Lust zum Arbeiten bekommen? Die oben genannten Punkte spielen dabei natürlich auch eine Rolle, aber eben nicht nur.

Damit ich mich motiviert an meine Unterlagen setzen kann, brauche ich nicht nur einen angenehmen Schreibtisch. Vielmehr muss das Setting stimmen. Beispielweise gehe ich gerne duschen vor dem Lernen, das hilft insbesondere morgens dabei richtig wach zu werden. Man kann sich auch einen Kaffee oder Tee dazu machen oder sogar währenddessen Schokolade naschen. Wichtig ist einfach nur, dass man sich wohl fühlt, denn nur dann setzt man sich auch mal gerne an den Schreibtisch.

Lass dich Ablenken

Es ist ganz natürlich, dass man, insbesondere vor Klausuren, wo der Druck der Psyche einem zu schaffen macht, auch mal eine längere Pause braucht, oder einfach nur einen Moment, wo man seine Gedanken treiben lassen kann.

Wichtig ist bei diesen Pausen nur, dass man den Schreibtisch dann auch wirklich verlässt und nicht irgendetwas anderes, fachbezogenes macht. Es soll eine Pause sein und nicht ein Wechsel des Lehrstoffes. Besonders empfehlenswert sind solche Pausen natürlich zwischen den einzelnen Einheiten. So kann das Gehirn das Gelernte verarbeiten und abspeichern und sich gleichzeitig auf den nächsten Schub vorbereiten.

Begeisterung ist der Schlüssel

Der letzte Punkt ist mir am Wichtigsten, denn wenn man diese Stufe erreicht hat, setzt man sich in 8 von 10 Fällen gerne an den Schreibtisch. Man muss sich für sein Studium begeistern.

Ja, ich weiß, dass das nicht einfach ist. Insbesondere in den Anfangssemstern, wo man nur die Grundlagen lernt, scheint das Studium oft sehr trocken und langweilig. Aber glaubt mir: Sobald man anfängt durchzublicken und die Systematik in einer Materie zu verstehen, versteht man auch, was die Menschheit an der Wissenschaft über tausende von Jahren so fasziniert hat.

Bis es so weit ist, heißt es leider oft: Zähne zusammenbeißen! Die Grundlagen müssen sein und sind sehr wichtig! Und mit den oben genannten Tipps sollte der Gang zum Schreibtisch in Zukunft sicher leichter fallen.

Ich hoffe, dass ich helfen konnte euch fürs Lernen zu motivieren. Wenn ihr noch mehr Tipps habt, ab damit in die Kommentare.

5 Antworten auf „Wenn alles interessanter als das Lehrbuch ist.

  1. Was du I’m Studium definitiv brauchenwirst ist selbststaendig diszipliniert lernen und oft Quellensuche, QuellenBewertung, und das was darin beschrieben ist auch passgenau zu verwenden.

    Das Klausurpauken ist hochdruck lernen und als Broeckchen wieder ausspucken, wichtiger ist spaeter aber dass du es dir selbst so beibringst dass du es kapiert hast und es wiedergeben und anwenden kannst.

    Klar haben wir alle schon um 1Uhr nachts an unseren Abschlussarbeiten geschrieben und gefeilt bis sich die Balken biegen, aber Klausur hochdruck pauken ist viel mit Broeckchen wiederholen

    Das ist wichtig aendert sich aber eine stufe weiter nach dem ersten oder zweiten Studienjahr.

    Das Ueberfordern ist ein hochbrutales
    A
    U
    S
    S
    I
    E
    B
    E
    N

    Wir haben von 42 Studis 15 verloren, und so 5 Quereinsteiger neu erhalten.

    I’m Master wird das alles noch viel mehr auf selbststaendig Wissen getrimmt und du musst selber entscheiden ach nee das brauch ich nicht oh da muss ich unbedingt hin.

    Das ist nicht mehr grosse unaufhaltbare Matheklausur der Apokalypse, dasist eher reif entscheiden was du selbser machen willst und wie du! Das! Ambesten! Fuerdich! Durchziehst! Und dann! Kommtbesser was ordentliches dabei raus.

    Gruesse 😀

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