Die 10 goldenen Regeln für eine erfolgreiche Klausur

Jeder von uns kennt das: Man lernt Wochen und Monate auf eine Klausur hin. Als der Tag dann endlich da ist und man vor dem leeren Blatt sitzt, wollen die Worte aber einfach nicht kommen. Oder man schreibt alles durcheinander, schafft es nicht seine Gedanken zu ordnen und bringt alles von vorne bis hinten durcheinander. Wenn euch so etwas schon mal passiert ist, seid ihr hier genau richtig. Denn heute stelle ich euch die 10 goldenen Regeln für eine erfolgreiche Klausur vor.

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Zur Vorbereitung für eine Klausur empfehle ich dir meinen Artikel zum Erstellen eines Lernplans.

1. Vor der Klausur

Eine Klausur ist neben der Abfrage des Wissens immer auch ein Stress- und Belastungstest. Viele Studenten kommen damit gar nicht klar und hetzen vor der Klausur durch den Raum, bombardieren Leute mit Fragen oder beginnen dann noch zu lernen. Hier gilt vor allem eine Regel: Halte dich an dich selbst und dein eigenes Wissen. Auch wenn andere über Dinge reden, die du nicht gelernt hast, mach dir keine Gedanken. Wenn du dich an deinem Lernplan orientiert hast, kann es auch sein, dass die Kommilitonen etwas gelernt haben, was gar nicht Stoff der Klausur ist. Ich persönlich rede vor einer Klausur eigentlich kaum mit jemanden, sondern höre Musik und versuche meine Gedanken zu sammeln und auf den Moment zu konzentrieren.

2. Andere sind nicht besser

Andere Studenten kochen auch nur mit Wasser! Sich diesen Grundsatz vor Augen zu halten, hilft mir immer sehr weiter. Andere können es nicht besser als man selbst und auch wenn es so scheint, als hätten sie viel mehr gelernt, ist das in den meisten Fällen nicht so. Also: Grundsätzlich gilt, andere können es auch nicht besser als man selbst und meistens haben alle anderen die gleichen Schwierigkeiten. Also: Ruhe bewahren.

3. Die Fragen (oder der Sachverhalt) sind heilig

Dies ist einer der zentralen Punkte, den viele Studenten unterschätzen. Die Fragestellungen sind unbedingt genau zu lesen. Wichtig ist es hier nur das zu beantworten, was gefragt ist und den eigentlich Schwerpunkt der Frage zu finden. Dazu aber gleich noch mehr.

Für Juristen gilt natürlich dasselbe mit dem Sachverhalt. Hier empfiehlt es sich alles zwei- oder dreimal zu lesen, um wirklich zu verstehen was der Aufgabensteller verlangt und es zu vermeiden Wörtchen wie „nicht“ zu übersehen.

4. Lesen, Nachdenken, Schreiben

Hat man die Fragen gelesen, ist es nicht ratsam gleich drauflos zu schreiben, auch wenn man sich der Antwort sicher ist. Nimm dir am besten nochmal ein paar Sekunden Zeit das Themengebiet, welches die Frage behandelt, gedanklich durchzugehen. Ist das was du schreiben willst die richtige Antwort? Gibt es etwas was noch dazu erwähnt werden müsste, bzw. weggelassen werden kann?

5. Einen Moment durchatmen

Ja, ihr merkt an allen diesen Punkten: Klausuren sind ein Stresstest! Deshalb gilt, je besser ihr euch und eure Gedanken unter Kontrolle habt, desto besser wird die Klausur laufen. Ich atme deshalb immer erstmal kurz durch, wenn ich einen Teil der Klausur abgeschlossen habe, bevor ich zum Nächsten übergehe und versuche mich zu ordnen bzw. den Kopf wieder frei für die nächsten Fragen zu bekommen.

6. Stringenz und Logik

Ein gute Klausur bzw. eine gute Antwort ist immer logisch und stringent. Logikfehler passieren vor allem in juristischen Arbeiten gerne. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass wenn ihr eine Meinung vertretet oder ihr eine Behauptung aufstellt ihr nicht auf der nächsten Seite bei einem anderen Problem eine widersprüchliche Behauptung aufstellen könnt.

Auch sind unschöne Brüche mitten im Text zu vermeiden. Der Korrektor muss von euch quasi an die Hand genommen werden und durch eure Arbeit geführt werden. Ein Stolpern über einen logischen Fehler kann wichtige Punkte kosten.

7. Schwerpunkte setzen und nicht Wissen abladen

Diesen Punkt habe ich vorhin schon einmal kurz angesprochen und eigentlich sollte klar sein, was ich damit meine. Auch wenn ihr rund um eine Frage super viel wisst und dies gerne dem Korrektor zeigen möchtet, kann ich euch nur davon abraten. Es hilft euch im Normalfall wenig ungefragtes Wissen abzuladen, Punkte bekommt ihr in der Regel dafür nicht. Weiterhin kostet es euch wichtige Zeit, die ihr für die relevanten Probleme benötigt.

8. Die Zeit ist der Feind

Wer ist der Feind? Die Uhr! Und bekanntlich sollte man seinen Feinden näher als seinen Freunden sein. Also lasst die Uhr auf keinen Fall aus den Augen. Fällt euch zu einem Problem wenig ein, handelt es kurz ab, oder verschiebt es auf später anstatt zu viel Zeit damit zu verlieren. Teilt euch vor Schreibbeginn die zu Verfügung stehende Zeit ein. Und solltet ihr nicht hinkommen: Keine Panik! Juristische Klausuren sind beispielsweise so konzipiert, dass man absichtlich zu wenig Zeit hat. Es kostet euch in der Regel also wenige Punkte, wenn ihr zeitlich nicht hinkommt.

9. Sprache ist der Schlüssel

Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sollte einwandfrei sein. Das hilft nicht nur dem Korrektor beim Lesen und macht einen guten Eindruck. Machmal findet man logische Fehler im Text dadurch, dass ein Satz grammatikalisch zu schwierig zu bauen ist. Man sollte sich in einer Klausur einer einfachen, präzisen und klaren Sprache bedienen. Führt den Leser mit einfachen Worten durch ein komplexes Problem. So zeigt ihr, dass ihr verstanden habt, wovon ihr redet.

10. Ruhe bis zur Rückgabe

Der Letzte Punkt auf meiner kleinen List behandelt die Zeit nach der Abgabe. Macht euch auf keinen Fall verrückt, wenn die Klausur nicht gut gelaufen sein sollte. Manchmal täuscht einen das Gefühl und am Ende bekommt man eine bessere Note wie vermutet. Redet am besten nicht zu viel über den Inhalt und wartet erst mal ab. Denn das Wichtigste ist, dass man sie geschrieben hat und sein Bestes gegeben hat. Nach der Klausur ist es wichtig, dass man sich erstmal entspannt und versucht den Druck der letzten Tage abzuschütteln.

Ich wünsche euch für alle zukünftigen Klausuren gutes Gelingen und freue mich über eure Tipps zur perfekten Klausur in den Kommentaren. 

7 Antworten auf „Die 10 goldenen Regeln für eine erfolgreiche Klausur

  1. Genauso ist in der Berufsschule auch. Und ich mache das auch. Andauernd reden die anderen von diesem und jenen, was sie gelernt haben. Meistens etwas ganz anderes als ich gelernt habe. Am Ende hatte ich die guten Noten und sie nicht, denn sie hören meist schon im Unterricht nicht zu.

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  2. Sehr schöner Artikel!
    Und ich kann dazu nur sagen (was du vermutlich bestätigen kannst): Was für die Uni gilt, gilt auch für die Schule. Vor allem die Oberstufe ist ja von den Klausuren sehr umfangreich und da helfen diese Tipps sehr viel! 😉

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