Über die Welt zwischen den Zeilen

Bibliotheken. Buchhandlungen und das Bücherregal Zuhause. Wenn ihr unseren Blog abonniert habt oder auch nur zufällig hier gelandet seid, liebt ihr wahrscheinlich (hoffentlich) Bücher genauso wie wir. Deshalb möchte ich den heutigen Beitrag den Büchern in Form einer Liebeserklärung widmen.

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Es liegt etwas in der Luft. Ein leises Flüstern zwischen den Regalen, Schritte im Hintergrund. Sonst ist es still. Studenten sitzen über ihre Bücher gebeugt, lesen schreiben oder haben den Kopf in Verzweiflung auf den Tisch gelegt. Der Geruch von Büchern liegt in der Luft und vor dem Fenster weht ein kräftiger Herbstwind, der die braunen und roten Blätter auf der Straße durch die Luft wirbelt.

Schaut man sich um, findet man zwischen den Regalen hunderte von Büchern. Tausende von Gedanken, die gedacht, entwickelt, notiert und schließlich geschrieben wurden. Vor dem Druck noch verbessert und auf Systematik überprüft, grammatikalisch berichtigt und zwischen zwei Buchrücken gezwängt. Sie warten darauf, wieder und wieder gedacht zu werden.

Große Wissenschaftler, die ihr ganzes Leben mit der Suche der Wahrheit zugebracht haben, dafür ihre Zeit und ihren Verstand gegeben haben, damit ihr Gedankenwerk am Ende von Studenten in einer Bibliothek verwendet wird, um eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Theorien und Meinungen, die wieder und wieder überprüft werden, sich immer wieder der Prüfung der Wahrheit unterziehen müssen. Dabei werden sie oft verändert und abgewandelt. Es wird mit der Wahrheit gespielt, da doch ihre Ermittlung so schwer ist. Schwer oder gar unmöglich? Was wenn es keine Wahrheit mehr zu ermitteln gibt? Wenn wir jedes Staubkorn bis zum Urknall erklären können? Wenn jeder Meinungsstreit bestritten wurde?

Doch steht die Wissenschaft nicht alleine da, in der Suche nach der Wahrheit.

Geschichten von mutigen Männern und Frauen, die uns das Salz des stürmenden Meeres schmecken lassen. Geschichten von großer Liebe, einem Kuss am Ende eines Kapitels, der uns Tränen der Freude in die Augen treibt. Der Schock, wenn der Charakter ein tragisches Ende findet, von dem wir dachten, er würde doch nicht sterben, man kann den Hauptcharakter nicht sterben lassen.

Spürst du es? Jedesmal wenn du zwischen den Zeilen abtauchst und durch die Gedankenwelt des Autors schwimmst, wenn du das Buch zur Seite legst um Luft zu holen, oder auf der letzten Seite merkst, dass du vergessen hast zu atmen. Jedesmal ,wenn  dich eine Geschichte einfängt und nicht mehr loslässt. Spürst du dann, dass es mehr gibt als unsere Welt? Dass es sich lohnt zwischen den Zeilen zu leben, fremde Zeiten darin zu bereisen, Geschichten zu erleben und die Gedanken eines anderen zu denken? Spürst du, dass es am Ende gar nicht darauf ankommt, die Antwort auf alles zu finden? Die Schönheit und Magie unserer Welt, unseres Zeitalters und aller Kunst resultiert aus der Suche nach Ordnung im perfekten Chaos des Daseins.

 

16 thoughts on “Über die Welt zwischen den Zeilen

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