Eine kurze Geschichte der Zeit – Stephen Hawking

Wir können über Erinnerungen in der Vergangenheit nachdenken und uns die Zukunft vorstellen. Die Zeit läuft nach unserem Bewusstsein linear, aus Tag wird Nacht und aus dieser Nacht wird wieder ein Tag. Der Sommer wird zum Winter und alles zieht vorüber. Doch was, wenn ich euch jetzt sage, dass es eigentlich gar nicht so natürlich ist, dass wir uns nicht an die Zukunft erinnern und uns die Vergangenheit vorstellen?

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Hawking beginnt in der Antike, 340 v. Chr. mit Aristoteles, und beschreibt dann geschickt, wie sich unsere Vorstellungen vom Universum und damit auch das Denken der Menschheit insgesamt im Verlauf der Jahrhunderte verändert hat.

Während es noch lange als unumstößliche Wahrheit galt, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums sei, werden die Meisten von uns darüber heute nur noch den Kopf schütteln. Es ist allgemein bekannt, dass wir uns um die Sonne drehen und dass die Sonne nur ein einzelner Stern von Milliarden anderen am Rande unserer Milchstraße ist.

So ähnlich verhält es sich mit unserem Begriff von Zeit: Während die Menschheit über tausend Jahre fest davon überzeugt war, dass Zeit eine fixe Konstante ist, wissen wir heute, dass das alles etwas komplizierter ist, als wie wir uns das vorgestellt haben. So gibt es neben der allgemeinen Relativitätstheorie von Einstein eine Reihe weiterer Phänomene im Universum, wie die Existenz von Schwarzen Löchern oder die unschärfere von Teilchen, die unsere statische Vorstellung von Zeit geprägt und fundamental verändert haben.

Stephen Hawking schafft es in seinem knapp 250 Seiten starken Buch komplexe Vorgänge in der Physik ohne komplizierte Formeln und trockene Beschreibungen zu erklären. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich, da ich wirklich mit nur sehr begrenztem Wissen über Physik, mit diesem Buch gestartet bin, nicht alles verstanden habe. Besonders in den Kapiteln wo es um Teilchen, Singularitäten, Quarks usw. ging, viel es mir teilweise sehr schwer Hawinkgs Gedankengängen zu folgen.

Während ich diese Zeilen Tippe drängt sich mir eine Frage: Was habe ich denn jetzt eigentlich von Hawkings kurzer Geschichte der Zeit mitgenommen? Zuallererst muss ich betonen, dass mich die Funktionsweise des Universums, sowie die fundamentalen Fragen der Menschheit zeit meines Lebens sehr fasziniert haben. Hawkings Buch bestärkt diese Faszination ungemein, da es mir gezeigt hat, wie nahe die Wissenschaft dran ist, die fundamentalen Fragen zu klären. Wer sind wir? Woher kommen wir?

Und am Ende natürlich auch die Fragen der Fragen, die sich durch das ganze Buch zieht: Gibt es eine Formel, welche die Funktionsweise des gesamten Universums beschreibt und damit die Physik vereint?

14 thoughts on “Eine kurze Geschichte der Zeit – Stephen Hawking

    1. Ja, wie du ja aus den Beitrag entnehmen konntest beschränken sich meine Kenntnisse der Physik auf „Feuer ist heiß“ und „Stein fällt zu Boden“ – da hab ich bestimmt eine nicht ganz richtige Aussage getätigt – hoffe das kann man verschmerzen 😁

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  1. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Ursprünglich nur, um mir beim Einschlafen zu helfen aber dann war es doch so interessant, dass es mich die ganze Nacht wach gehalten hat. Verstanden habe ich auch nicht alles, war in Mathe und Physik immer eine Niete, trotzdem hat es mich sehr fasziniert.

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  2. Diese verflixte Physik! Ein so spannendes Thema, das für den Laien aber immer mit (schwarzen) Verständnislöchern gespickt ist. Mir geht es da leider genauso wie dir.

    Falls du dich beim Thema Quantenphysik etwas weiterbilden willst, kann ich dir „Warum Gott doch würfelt“ von Marcus Chown empfehlen, der das Thema sehr anschaulich, verständlich und vor allem unterhaltsam aufbereitet.

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