Lernorganisation zum Mitnehmen

Wer sich an der Uni und in der Schule nicht gerne von Klausuren oder schlechten Noten überraschen lässt, sollte unbedingt eine gute Lernstrategie haben. Denn früher oder später wird man mit großen Mengen an Stoff konfrontiert. Deshalb werde ich euch heute meine (bisher) sehr erfolgreiche Lernstrategie vorstellen.

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Es gibt viele Probleme, die sich dabei ergeben, wenn man große Mengen an Stoff in möglichst kurzer Zeit – und möglichst gründlich lernen muss. Doch es ist nicht so schwierig wie es manchmal scheint. Der erste Grundsatz, den ich euch heute erklären möchte, ist die (so nenne ich sie jetzt einfach mal) „20 – 80% Regel“. Diese besagt nichts anderes, als dass lernen zu 80% aus der effektiven Tätigkeit des „Lernens“ also aus dem Wiederholen, dem Lösen von Übungsklausuren oder dem Lesen besteht. Die anderen 20% beinhalten eine gute Organisation und Zeitplanung.

In der folgenden Anleitung werde ich euch zunächst vorstellen, wie ihr eure Zeit am besten plant, und wie ihr den Lernstoff optimal auf diesen Plan verteilt. Danach gehe ich auf den eigentlichen Schwerpunkt ein, dem Lernen selbst. Denn eine Sache kann ich schon einmal vorausschicken: Verabschiedet euch von der Vorstellung, dass Lernen nur aus „Buch auf und lesen“ besteht.

Vorbereitung

So, jetzt wollen wir auch schon loslegen. Zunächst ist es essentiell, dass ihr euch einen Überblick über zwei Dinge verschafft.

  1. Wie viel Zeit habe ich? (Zur Erstellung eines Wochenplans findest du hier eine Anleitung)
  2. Was muss ich lernen?

Nachdem ihr das Wie und das Was geklärt habt, schreibt es nieder und macht eine erste grobe Einteilung. Ihr könnt hierbei zum Beispiel jedem Kapitel des Stoffs eine Woche zuweisen, achtet aber natürlich darauf, dass ihr euch nicht zu lange aufhaltet bei einem Teil, oder das ihr einem sehr langen Kapitel zu wenig Zeit gebt. Dieser Plan ist vordergründig eine Orientierung, dass ihr immer den Überblick habt, wohin ihr bis wann wollt.

Wie bereits erwähnt; ist dieser Plan nicht bindend. Das bedeutet: wenn ihr merkt ihr braucht weniger oder mehr Zeit modifiziert ihr den Rest einfach. Wichtig hierbei ist einfach, dass man das Ziel nicht aus den Augen verliert und daran denkt, dass ein Mensch auch Essen, Schlaf und Freizeit braucht.

Planung des Lernens

Wenn ihr den Lernstoff erfasst und ihn auf die Wochen und Tage verteilt habt, kommt nun der Moment der genauen Planung. Wie ihr das genau macht, bleibt euch überlassen. Wichtig hierbei ist nur, dass ihr euch bewusst macht, dass ständiges Wiederholen einer Sache der Schlüssel für erfolgreiches Lernen ist. Ihr solltet also immer genügend Zeit einplanen, um euch selbst abzufragen und gegebenenfalls vergessenen Stoff nochmal anzuschauen.

Um den Lernstoff zu planen, haben sich bei mir drei Systeme herausgebildet, die man einzeln aber auch vermischt verwenden kann.

To-do Listen

Eine Möglichkeit der täglichen Planung ist das Erstellen von To-do Listen. Ihr setzt euch dazu einfach jeden Abend hin, schaut auf den Wochenplan, was für den eigenen Zeitraum ansteht und erstellt euch eine To-do Liste mit Themen, die ihr am nächsten Tag durchgehen wollt.

Dies hat den Vorteil, dass man die Liste immer an die jeweiligen Gegebenheiten des nächsten Tages anpassen kann. Bedeutet konkret: Wenn ich weiß, dass ich am nächsten Tag viele Vorlesungen habe und später arbeiten muss, ist es unsinnig meine To-do Liste zu überfüllen.

Digitale Kalenderplanung

Als nächstes ist es natürlich auch möglich den Lernstoff digital mithilfe eines Kalenders zu planen. Der entscheidende Vorteil dabei ist, dass man diesen immer dabei hat und ihn einfach und überall modifizieren kann. Der  Nachteil ist aber, dass der Kalender bald überfüllt sein wird und wirklich wichtige Events untergehen werden.

Eine analoge und digitale Symphonie

Das ist meine persönliche Empfehlung an euch: Plant eure Tage und Termine in einem digitalen Kalender, verwendet aber externe To-do Listen für den Lernstoff. So behaltet ihr die Übersicht über eure wichtigen Termine und Fristen und könnt gleichzeitig den Lernstoff optimal auf verschiedene Tage verteilen.

Das Lernen

Nun ist es soweit. Wir kommen zum eigentlich Schwerpunkt des Artikels, zum Knackpunkt wenn ihr so wollt. Jetzt geht es um das Lernen an sich, um das gnadenlose in-sich-hinein-prügeln von Stoff. Das klingt jetzt etwas drastisch, ich weiß – und mit diesen Tipps ist es auch gar nicht so schlimm.

Wie ihr bereits wisst, bin ich der Auffassung, das Vielfalt zum Lernerfolg führt. Genaueres darüber könnt ihr in diesem Artikel nachlesen, weswegen ich an dieser Stelle nicht weiter auf einzelne Methoden eingehen möchte.

Trotzdem möchte ich euch nochmal kurz eine Überlegung vorstellen, die mir während des Schreibens dieses Artikel gekommen ist.

Lernen ist eine Kombination aus der ständigen Wiederholung von Informationen und des Trainings der Fähigkeit diese Informationen systematisch einzuordnen und anwenden zu können.

Was meine ich genau damit? Einfach, dass man in zwei Schritten lernen sollte:

Eine Grundlage schaffen

Zunächst sollte man sich Karteikarten erstellen mit den wichtigsten Definitionen und Übersichten und diese auswendig lernen. Das klingt jetzt natürlich einfacher als es ist, aber durch das ständiges Wiederholen und Beharrlichkeit klappt das. (Natürlich nicht wenn man erst eine Woche vor der Klausur beginnt zu lernen) Hat man diese Informationen einigermaßen drauf, ist es wichtig zum nächsten Schritt überzugehen.

Die Anwendung beherrschen

Als nächstes muss man sich Altklausuren, bzw. Aufgabenstellungen besorgen, die die Anwendung des Gelernten fordern. Dies ist unglaublich hilfreich für den Lernprozess, da man nur so die graue Wiederholung für das Gehirn durchbricht und es vor eine organische und taktisch schwierige Aufgabe stellt. Das ist Gehirntraining auf Höchstleistung!

Wenn man sich damit einigermaßen sicher fühlt, kann die nächste Klausur auf jeden Fall kommen.

Wenn ihr noch Fragen, Anregung, Kritik oder sogar eigene Lernstrategien habt, die es Wert sind, erwähnt zu werden, ab damit in die Kommentare.

2 Antworten auf „Lernorganisation zum Mitnehmen

  1. Guten Morgen 🙂
    Theoretisch total gute Tipps, nur leider für mich schwer umsetzbar. Zum Glück tu ich mir leicht, da ist es nicht so schlimm, wenn meine ganze Zeit für das Vorbereiten auf die nächste Einheit draufgeht. Wobei das irgendwie auch als Lernen zählt, da unvorbereitet in einer Lehrveranstaltung sitzen definitiv nutzlos ist und Assignments immer zur Note zählen.

    Liebe Grüße,
    Smarty 🙂

    Gefällt 2 Personen

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