Die Prinzessin von Babylon – Voltaire

Voltairs Roman, „Die Prinzessin von Babylon“ ist eine unvergessliche Reise durch das Europa der Vergangenheit und gleichzeitig der Idealbilder der Aufklärung und Vernunft der Moderne. Voltair umreißt mit einer einzigartigen Leichtigkeit die großen gedanklichen Umschwünge des 18. Jahrhunderts und verpackt diese in einer tragischen Liebesgeschichte.

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Die Geschichte beginnt in Babylon, wo der König für seine Tochter einen Gemahlen sucht. Sie ist, wie sollte es auch anders sein, eine unvergleichliche Schönheit. Könige aus allen Himmelsrichtungen kommen, um sie zur Frau zu nehmen. Der König veranstaltet daraufhin einen Wettbewerb um zu ermitteln, wer seiner Tochter würdig ist. Doch leider schafft es keiner der Könige auch nur ansatzweise den Ansprüchen zu genügen, die ein Orakel im Vorfeld bestimmt hatte.

Bis ein Fremder auftaucht und alles verändert. Amazan schafft es mit Leichtigkeit die Aufgaben des Königs zu erfüllen und gleichzeitig das Herz der jungen Prinzessin zu erobern. Doch sollte das Schicksal den Liebenden kein Freund sein. Amazan kann die Prinzessin nicht zur Frau nehmen, denn er erfüllt eines der vom Orakel aufgestellten Kriterien nicht: Er ist kein König. Viel mehr ist der anmutige Held der Geschichte ein Schäfer.

Die Prinzessin will ihren Geliebten aber nicht aufgeben. So beginnt eine Hetzjagd durch ganz Europa, die Prinzessin immer dicht auf den Fersen des jungen Amazan.

Mit dieser Reise beginnt auch der Hauptteil und Schwerpunkt des Romans. Voltair schickt seine Protagonisten von einem Volk zum anderen, charakterisiert diese und zeigt ihre Schwächen und Stärken auf. So zieht die Prinzessin etwa durch Gebiete mit reichen und gebildeten Kaufläuten und durch feierwütige Städte von reichen Adeligen. Bis hin zu bescheidenen Politikern wird die gesamte kulturelle Vielfalt Europas in Voltairs Roman wunderschön beschrieben.

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Der Roman ist mit sechs Illustrationen von Rolf Schott verziert.

Zwei Sachen sollte man sich beim Lesen des Buches klar machen: Zum einen enthält der Roman teilweise stark satirische Elemente, wie etwa die ganze klassische Geschichte um den Helden der seine Prinzessin rettet. Zum anderen muss man alles aus der Zeit Voltairs betrachten, wo in Europa noch andere Wertvorstellungen und Ideen vorherrschten als heute.

Sollte man meinen! Auch wenn der Roman „Die Prinzessin von Babylon“ schon über hundert Jahre alt ist, hat er von seiner Aktualität kaum etwas eingebüßt und passt sich wundervoll an eine hektische Zeit an, in der die Frage nach kultureller, politischer und persönlicher Identität der Menschen wieder immer lauter werden.

Mehr Informationenzum Buch findet ihr auf der Verlagsseite der Waage. Im Verlag findet ihr eine schöne Version mit einigen Zeichnungen darin. Diese wurde mir auch freundlicher Weise für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. (Infos und Transparenz

5 thoughts on “Die Prinzessin von Babylon – Voltaire

    1. Wir führen diesen Blog nicht hauptberuflich, weswegen es passieren kann, dass ein Artikel ohne vorheriges Lektorat erscheint. Wir sind Ihnen dankbar für Ihren Hinweis und werden uns um das Problem umgehend kümmern.

      Bitte achten Sie in Zukunft auf Ihren Ausdruck, ein Sachlicher Hinweis hätte auch genügt.

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