Ziele erreichen durch gute Zeitplanung

Könnte der Tag nicht mehr als 24 Stunden haben? Warum muss man eigentlich schlafen? Man könnte diese Zeit doch so viel besser nutzen! Wenn dir solche, oder ähnliche Gedanken auch schon öfter durch den Kopf gegangen sind, ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich. Ich möchte dir heute nämlich dabei helfen wie du deine Zeit besser planen und dadurch deine Ziele erreichen kannst.

Ziele sind der Schlüssel zum Erfolg

Zunächst wollen wir uns mit dem Begriff des Ziels beschäftigten. Wie du schon vielleicht gemerkt hast, spreche ich vordergründig nicht davon, dass du produktiver sein sollst, oder mehr schaffen sollst. Darum geht es nämlich gar nicht. Dieses ungute Gefühl, dass Abends oft auftritt, dass man nichts geschafft hat, lässt sich nämlich nur durch eine Maßnahme vermeiden:

Man muss sich klar messbare Ziele setzen und diese in einem zeitlich abgegrenzten Rahmen abarbeiten.

Ein Ziel ist etwas, worauf jemandes Handeln oder Tun ganz bewusst gerichtet ist, oder etwas, was jemand als Sinn und Zweck zu erreichen sucht.

Nun nachdem wir eine Definition von Ziel haben, wie können wir das in unsere Zeitplanung einbauen?

Mit den folgen Schritten erkläre ich dir, wie du deine Zeit so planen kannst, dass du nie wieder das Gefühl hast, der Tag müsse mehr als 24 Stunden haben!

1. Wohin will ich langfristig?

Zunächst sollte man sein eigenes, ganz persönliches Ziel vor Augen haben. Ich meine damit nicht Ziele wie das laufende Semester bestehen, oder in der nächsten Klausur eine gute Noten schreiben. Sondern, auch wenn das jetzt etwas abgehoben klingt, ein Lebensziel. Wohin will ich in den fünf oder zehn Jahren? Was will ich langfristig erreichen?

Es ist hierbei unerheblich, ob du von diesem Ziel wieder abrücken wirst in Zukunft, oder ob du dir noch nicht zu 100% sicher bist, ob es genau das ist, was du machen möchtest. Dieses große Ziel dient lediglich als Motor und Steuerungseinheit. Was ich genau damit meine, werdet ihr gleich noch verstehen.

Beispiel: Ich möchte das Staatsexamen (1. Juristische Prüfung) bestehen.

2. Was kann bzw. muss ich jetzt dafür tun?

Als nächsten wichtigen Punkt, nachdem du weißt, wohin du in deinem Leben willst, musst du dir klar machen, was der nächste Schritt ist, den ich gehen muss, wenn ich dieses Ziel erreichen will.

Jetzt kommt die nächste Klausur oder das laufende Semester ins Spiel. Nur wenn du dieses „Zwischenziel“ schaffst, kannst du auch das große Ziel erreichen. Na? Jetzt eine Idee was ich mit Motor und Steuerungseinheit meine? Wichtig ist jetzt, dass man Prioritäten setzt.

Es ist mehr als nur logisch, dass die meisten von uns nicht nur an einem Projekt arbeiten oder verschiedene Verpflichtungen (Freunde, Beziehung, Blog, Sport) nachkommen müssen. Da wir aber schon vorher festgelegt haben, was unser großes Ziel ist, wissen wir jetzt auch, wo unser Schwerpunkt im aktuellen Handeln liegen muss.

Beispiel: Um zum Staatsexamen zugelassen zu werden, muss ich zuerst den kleinen Schein schreiben. Dieses Semester habe ich mich zur Klausur im Strafrecht angemeldet. Zurzeit schreibe ich dafür die Hausarbeit, diese muss ich bestehen. Also liegt mein Schwerpunkt auf dem Schreiben dieser Hausarbeit.

3. Erstellen eines Wochenplans

Nachdem wir jetzt festgestellt haben, wie wir unser großes Ziel erreichen können, also was der nächste Schritt ist, den wir gehen müssen um langfristig erfolgreich zu sein, sollte man sich einen Wochenplan erstellen, den man natürlich wieder richtig gewichten muss.

Das große Ziel haben wir ja schon festgelegt, aber es gibt, wie bereits erwähnt, auch noch viele kleine Ziele und Aufgaben, die wir schaffen müssen. Deshalb empfehle ich einen Wochenplan zu erstellen, der uns jede Woche hilft die Umsetzungen unserer Ziele zu planen und zu überwachen.

Beispiel für einen Wochenplan:

Vormittag

Pause

Nachmitag

Abend

Montag

Hausarbeit

Bloggen

Lernen

Dienstag

Frei

/

Lernen

Haushalt

Mittwoch

Hausarbeit

/

Hausarbeit

Frei

Donnerstag

Bloggen

/

Hausarbeit

Organisation

Freitag

Hausarbeit

/

Bloggen

Hausarbeit

Samstag

Haushalt

/

Hausarbeit

 Frei

Sonntag

Frei

/

Frei

Frei

Wie ihr aus meinem Beispiel sehen könnt, liegt mein Schwerpunkt zur Zeit auf dem erstellen der Hausarbeit. Das ich neben dem Studium arbeite habe ich nicht berücksichtigt, da das meiner Erfahrung nach nicht der Regelfall ist. Unter „Organisation“ fällt bei mir alles vom Notizen ordnen bis Blätter abheften. Wenn ihr sonst noch Fragen habt, schreibt mir in die Kommentare.

Am Ende einer jeden Woche muss dieser Plan natürlich ausgewertet und kritisch hinterfragt werden. Habe ich mich daran gehalten? War die Zeitaufteilung gut? Sollte ich doch mehr Zeit für eine Sache und weniger für eine andere einplanen? Dies ist aber sehr subjektiv und muss von jedem von euch selbst entschieden werden.

Ich hoffe, ich konnte euch helfen, dass ihr eure Ziele zukünftig erreicht und Abends mit dem guten Gefühl etwas geschafft zu haben ins Bett gehen könnt. Wenn ihr wollt, dass ich noch genauer auf das erstellen von Wochen- und Tagesplänen eingehe, schreibt es mir gerne in die Kommentare. Über weitere Tipps und Anregungen würde ich mich freuen.

24 Antworten auf „Ziele erreichen durch gute Zeitplanung

  1. Einen Wochenplan zu erstellen ist gut, ich betrachte ihn als notwendig. Gar nicht unwichtig ist darin der Punkt „Organisation“. Häufig wird vergessen, dass auch das Vorbereiten/Nachbereiten/Wochenplan erstellen/überwachen Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe in meinem Arbeitsleben zusätzlich im Wochenplan noch einen Punkt gehabt, an dem ich nacharbeiten konnte, wenn während der Woche mal etwas nicht geklappt hatte, der Plan nicht eingehalten/erfüllt wurde – aus welchen Gründen auch immer.

    Gefällt 3 Personen

  2. Hallo David!
    Deine Zeitplanung ist lobenswert. Weiter so!
    Ich habe selbst oft dabei Bert Brechts „Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“ erlebt. Besonders die zweite Strophe: „Ja mach nur einen Plan …“ hat sich bemerkbar gemacht. In der Konstruktionsmethodik haben wir stark mit Rüdiger von der Weth zusammengearbeitet. Sein Buch „Ja, mach nur einen Plan. Pannen und Fehlschläge – Ursachen, Beispiele, Lösungen. ISBN: 3-456-82414-9 – beschreibt das Erleben um den PLAN. Trotzdem ist ein Plan verbunden mit konkreten Zielen eine hilfreiche Stütze auch in der Vorlesungsfreien Zeit. Dabei lohnt es sich nach dem Eisenhower-Prinzip handelnd Prioritäten zu setzen (www.lernen-heute.de/selbstmanagement_eisenhower.html).
    Also erfolgreiches Gelingen wünscht Lerncharly

    Liken

  3. Toller Plan! Vielleicht könnte man einen der „Frei“-Timeslots für eine Lieblingsaktivität umwidmen – diese kommen erfahrungsgemäß in großem Stress immer zu kurz – und wie sieht’s eigentlich mit Sport aus?

    Gefällt 1 Person

    1. Das ist eine gute Idee, aber ich denke, dass man seine Lieblingsaktivität einfach frei in einer dieser Zeiten ausüben soll. Ich persönlich würde sonst denken, dass es irgendwann zu einer Verpflichtung wird und mir es dann nicht mehr so viel Spaß macht. :/

      Liken

  4. Ich schreibe mir jeden Abend eine kleine Liste auf meinem Computer, was ich am nächsten Tag alles erreichen möchte. So welche Listen sind echt super hilfreich. Am besten ordnet man diese dann noch nach der Wichtigkeit. Zum Beispiel wäre das bei dir jetzt, dass dein Hauptaugenmerk auf der Hausarbeit liegt und das so schnell wie nur möglich an dem Tag erledigst. Es hilft auch sehr, wenn man nicht nur schreibt „Hausarbeit“, sondern das mehr definiert. Zum Beispiel lerne ich momentan für eine Mathearbeit und schreibe dann in meinen Tagesplan „Mathe lernen (3 Aufgaben)“. Damit hat man ein klares Ziel.

    Liken

  5. Wen mein Bürotisch immer so ordentlich aussehen würde und meine Kugelschreiber nicht immer Beine hätten…dann hätte ich bestimmt einen Sonntag mehr in der Woche…..(smile)
    Ich bin der Listenschreibertyp- noch auf Papier(einem grossen Papier) weil das Handy such ich ja auch immer….
    damit komm ich gut klar.
    herzlich Julia

    Gefällt 1 Person

  6. Ich hatte nie große oder weite Ziele. Ich habe das nie vermißt oder für notwendig erachtet. Ich habe immer sehr im Jetzt und Hier gelebt. Als ich die Krebsdiagnose bekommen habe, war ich sehr glücklich über diesen Ziel freien Zustand. Mir hat diese Überraschung so überhaupt keine Pläne zerlegt und auch später den Umgang mit der Unheilbarkeit/drohendem Tod, sehr erleichtert.
    Nicht immer sind Pläne-/Ziele sinnvoll oder hilfreich 😉
    Gruß
    Sue

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Sue,
      Danke für deinen Beitrag. Wegen der Einstellung nach der ich lebe, bzw. auch meine Beiträge schreibe vergesse ich es wirklich oft im hier und jetzt zu leben. Vielen Dank für diesen Gedankenanstoß und alles Gute. David

      Liken

Kommentare sind geschlossen.