Fantastische Bücher für kalte Herbstabende

Er ist wieder da. Pünktlich wie jedes Jahr fangen die Blätter an sich zu färben und zeigen sich in ihren schönsten Rot-, Gelb- und Brauntönen. Die Luft ist erfüllt von einem klirrend kalten Wind und die neue Jahreszeit bringt frische Gedanken und Abkühlung. Der Herbst ist eine Zeit, die zum Lesen einlädt. Heute möchte ich euch deshalb 5 Bücher vorstellen, die sich bestens dazu eignen an kalten Herbstabenden gelesen zu werden.

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Während man im Sommer die Abende noch oft Draußen mit Freunden verbringt, ist der Herbst die Zeit wo man zuhause bleibt und sich mit einem schönen Tee in der Hand zurücklehnt und beobachten kann, wie Regentropfen lange Schlieren über die Fenster ziehen.

Wenn man dann noch ein gutes Buch hat, kann der Abend nur perfekt werden. Manchmal passiert es aber leider auch, dass man ein Buch anfängt und es nicht gut findet, bzw. es einfach zu kompliziert ist, um sich nach einem anstrengend Arbeitstag noch darauf einzulassen. Deshalb möchte ich euch heute 5 wunderschöne Geschichten vorstellen, die spannend sind und voller magischer Momente.

Die Geschichten sind zum einen nach ihrem Inhalt ausgewählt, zum anderen sollen sie aber auch einfach zu lesen sein, also das Kopfkino ohne komplizierte Gedankengänge anfeuern.

1. Straße der Wunder – John Irving

Straße der Wunder ist ein bunter und lauter Roman, der das Leben des Juan Diego erzählt. Dieser wird als Müllsammler geboren, entdeckt bald aber schon seine Liebe zu Büchern und versucht sich und seine kleine Schwester, die hellseherische Kräfte besitzt , durchs Leben zu bringen. Eine unterhaltsame, teilweise, so habe zumindest ich es empfunden, etwas groteske Geschichte über Liebe, Glaube, Sex und Verlust.

2. Hotel Alpha – Mark Watson

Nobel wie das Luxushotel Alpha in London ist auch der Roman von Mark Watson: Er erzählt die Geschichte von drei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen gibt es da die schillernde Persönlichkeit des Hotelbesitzers, Howard York. Daneben stehen ein Concierge, der seit dem ersten Tag der Eröffnung des Hotels dabei ist und langsam aber sicher den Anschluss verliert. Schließlich ist da noch Chas. Chas ist der blinde Adoptivsohn von Howard. So unterschiedlich diese Personen auch scheinen mögen, so verbindet sie doch das Geheimnis des Luxushotels. 

3. Der Horizont – Patrik Modiano

Modiano ist der Meister der großen Gefühle. Seine Liebesgeschichten sind von einer einzigartigen, nebligen und teilweise schwammigen Atmosphäre geprägt. So ist es auch in „Der Horizont“. Der Roman erzählt schemenhaft von einem jungen Paar in Paris der Sechzigerjahre. Das Buch erzählt von der verlorenen Liebe und dem unaufhaltsamen Fluss der Zeit, der so manches Herz gebrochen und wieder zusammengeflickt hat.

4. Ein Monat auf dem Land – J. L. Carr 

Ruhig und idyllisch ist der Roman von J. L. Carr. Ein Mann versucht die Erinnerungen an den ersten Weltkrieg zu vergessen und sich selbst beim Restaurieren von Fresken wiederzufinden. „Ein Monat auf dem Land“ ist wie eine entspannte Kutschenfahrt durch das England der 1920er Jahre. Eine ausführliche Rezension zum Buch findet ihr hier

5. Das größere Wunder – Thomas Glavinic

Ja wo soll ich bei diesem Buch anfangen? Ich möchte eigentlich nicht zu viele Worte über den Inhalt verlieren. Nur eins möchte ich euch mitgeben: Thomas Glavinic nimmt euch in seinem Buch mit auf eine Reise um die Welt, die ihr so schnell nicht wieder vergessen werdet. Von all den Büchern auf dieser Liste ist dieses vielleicht das empfehlenswerteste.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbst und freue mich schon auf eure Empfehlungen in den Kommentaren.

21 Antworten auf „Fantastische Bücher für kalte Herbstabende

  1. ‚Die Straße der Wunder‘ von John Irving nehme ich mir auch schon so lange vor endlich einmal zu lesen! Ich finde ‚Marina‘ von Carlos Ruiz Zafón perfekt für regnerisches Herbstwetter, die darin kreierte Atmosphäre ist einfach fantastisch.

    Liebste Grüße,
    Ida

    Gefällt 2 Personen

  2. Der Glavinic-Roman ist absolut großartig, ich kann mich der Empfehlung nur anschließen.

    Bei John Irving bin ich irgendwie nie über „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ hinausgekommen. Und das war – lang. Mein Güte, war das lang… 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Hallo David,
    bitte verbessere den Tippfehler bei der ersten Empfehlung.
    „durchschlagen“ sollte es heißen oder? Es liest sich aber eher so, als würde der Protagonist seine hellseherische Schwester schlagen 😉
    Grüße
    Alex

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