Erfolgreich Studieren!

Ein Studium ist niemals einfach, egal welches Fach man wählt. Man muss auf jeden Fall sehr viel Arbeit reinstecken – und manchmal bleibt der erhoffte Erfolg dennoch aus. Heute möchte ich euch 10 Tipps an die Hand geben, wie euer Studium garantiert zum Erfolg wird und ihr bessere Noten schreibt. 

Diese Tipps richten sich eher an Studienanfänger. Da ich Jura studiere, kann ich von anderen Studiengängen nur aus Erzählungen von anderen Kommilitonen berichten. Diese Tipps sind aber allgemein zu verstehen und auf jedes Studium anwendbar. Die Punkte sind in keiner speziellen Ordnung, da ich eigentlich alle 10 sehr wichtig finde.

Und los geht’s…

1. Am Ball bleiben

Einer der entscheidendsten Punkte für mich: jeden Tag ein bisschen. Egal ob lesen, lernen, Notizen ordnen oder an der Hausarbeit weiterschreiben. Was du machst ist eigentlich gar nicht so wichtig. Die Hauptsache ist, du machst jeden Tag etwas. Natürlich muss man unterscheiden zwischen den wichtigen Sachen (für die Klausur lernen, die nächste Woche ansteht) oder die weniger wichtigen Sachen (Vorlesungsmitschriften sortieren).
Grundsätzlich ist es aber wichtig jeden Tag ein wenig zu machen. Dies hat zwei entscheidende Vorteile: man bleibt am Ball und verliert die Motivation nicht.

2. Schau auf dich selbst

Versuche dich nicht durch Leistungen der anderen entmutigen zu lassen, auch wenn alle anderen scheinbar mit weniger Aufwand bessere Noten schreiben. Denn glaub mir: in den meisten Fällen ist das nicht richtig. Es gibt bestimmt Ausnahmen, aber grundsätzlich kommt von nichts auch nichts. Versuche dir viel mehr eigene Ziele zu setzen. Sei stolz auf dich wenn du diese Ziele erreichst, und achte nicht weiter auf die Noten der anderen.

3. Pausen machen

Obwohl ich im ersten Punkt geschrieben habe, dass es wichtig ist immer am Ball zu bleiben, sollte man auch die Pausen nicht vernachlässigen. Besonders wenn man, so wie ich übrigens auch, neben dem Studium arbeitet ist es wichtig mindestens einen Tag in der Woche zu haben, wo alle Bücher geschlossen bleiben und man nicht zur Arbeit muss. Es ist für den Lernerfolg ganz entscheidend, dass unser Gehirn auch mal Pausen einlegen kann und glaub mir: Dein Körper macht so eine sieben Tage Woche nicht lange mit.

4. Partys reduzieren

Ja, Studenten feiern gern. Das ist allgemein bekannt und meiner Erfahrung nach nicht nur ein Klischee. Nur hat dieses ständige Party machen auch seine Probleme: Zum einen ist es sehr teuer und zum anderen ist man auch am nächsten Tag nicht sonderlich produktiv. Deshalb mein Tipp an euch: Einmal in der Woche feiern reicht vollkommen aus.

5. Mitstreiter suchen

Dieser Tipp betrifft den sozial Aspekt des Studiums. Such dir am besten gleich zu Anfang motivierte Leute. Achte am besten darauf, wer regelmäßig zu Vorlesungen geht und sprich diese Leute gezielt an. Bildet Lerngruppen und diskutiert Probleme. (Besonders bei juristischen Hausarbeiten ist das unerlässlich)

6. Finde deinen Tagesrhythmus

Wichtig im Studium: Wer jeden Tag bis Mittag schläft und zwei Vorlesungen deshalb ausfallen lässt, wird mit aller Wahrscheinlichkeit nach bei den nächsten Klausuren nicht sehr erfolgreich abschneiden. Deshalb ist es unerlässlich einen geregelten Tagesrhythmus zu haben. Das heißt jetzt nicht, dass du um 5:00 Uhr aufstehen sollst für eine morgendliche Joggingrunde, sondern einfach nur, dass man eine Stunde vor der ersten Vorlesung aufsteht, in den Kalender schaut was am heutigen Tag zu erledigen ist, frühstückt, und sich dann auf den Weg macht. Plane am besten nach den Vorlesungen etwas Zeit zum Lernen bzw. Nachbereiten des Stoffes ein. Dann ab in die Mittagspause, und nachmittags wieder in die Bibliothek. Mit einem solchen Ablauf hat man zusätzlich nicht immer das Gefühl, man hätte zu wenig oder nichts gemacht und kann sich abends schön entspannen.

7. Studium ist nicht Schule – das Selbststudium

Ein wichtiger Punkt beim Studieren ist das Selbststudium. Anders als in der Schule müssen die meisten Inhalte im Studium selbst erarbeitet und erschlossen werden. Eigne dir also von Anfang an eine selbständige Arbeitsweise an – um zu erfahren, was genau du lernen sollst, empfehle ich den Besuch von Vorlesungen – und da wären wir wieder beim Punkt 6.

8. Ordentliche Unterlagen und Notizen

Dieser Punkt ist mir persönlich sehr wichtig, ist aber generell kein muss. Ich kenne auch sehr erfolgreiche Studenten deren Organisation, was Unterlagen betrifft, ich nur als mittelmäßig einstufen würde. Nichts desto trotz empfehle ich dir: halte deine Unterlagen sauber und geordnet. Sammle z.B. alle Blätter eines Semesters immer schön in einen Ordner. Wie man in seinen Notizen ein System bringt und grundsätzlich bessere Notizen schreibt, erfährst du übrigens hier.

9. Eine eigene Lernstrategie entwickeln

Der nächste Tipp ist eigentlich nicht gut, wenn wir regelmäßige Leser auf unseren Blog haben möchte. Aber egal – ihr sollt schließlich was von diesem Artikel haben. Es geht darum, dass man sich nicht zu viel von anderen abschauen soll, oder sagen lassen soll. Nur weil ich behaupte, man sollte früh aufstehen, muss das noch lange nicht für dich gelten. Wenn du früh morgens in der Vorlesung nur schläfst oder am Handy bist, dann bringt das niemanden was. Deshalb hier mein Tipp: Entwickle eigene Strategien und Lerntechniken. Beschäftige dich anfangs aktiv mit Zeitplanung und „Lernen lernen“ – die dafür investierte Zeit wird sich bestimmt bezahlt machen.

10. Gute Zeitplanung

Zu guter Letzt ein Punkt der viel Organisation von euch verlangt: Eine gute Zeitplanung. Damit meine ich vordergründig, dass ihr euch einen Kalender anschafft (vorzugsweise auf dem Handy, da ihr dieses immer dabeihabt) und alle Termin darin eintragt. Egal ob Arbeit, Privat oder Uni. Dies hilft euch den Überblick zu behalten und optimal zu planen.

Weitere interessante Tipps findest du auf den YouTube Kanal von Motiviert Studiert.

So das sollte erst mal reichen. Wenn ihr einen Punkt vermisst, der noch dazu gehört, schreibt es mir in die Kommentare.

 

31 Antworten auf „Erfolgreich Studieren!

  1. Finde ich total toll dass du von einer „EIGENEN“ Lernstrategie redest. Gerade unter den Jura Studenten herrscht ja meist ein sehr großes Konkurrenzdenken und ob man es möchte oder nicht, man vergleicht sich. Und wenn der eine erzählt er sitzt täglich 8 Stunden in der Bib, muss das ja nicht zwangsläufig heißen, dass das für alle ebenfalls sinnvoll wäre (mal davon abgesehen dass sitzen und lernen 2 paar Schuhe sind) 😉

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    1. Hey – ja da hast du recht. Man kommt fast nicht daran vorbei sich zu vergleichen, nur sollte man sich deshalb auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Nicht das ich das selbst nicht auch machen würde – ich versuche aber immer mein bestes um nur auf meine eigenen Leistungen zu achten. ☺️
      Und ja, 8 Stunden Facebook in der Bibliothek hilft bei der nächsten Klausur leider auch nicht weiter 😉

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  2. Und dann noch sozusagen in eigener Sache: Professor_innen sind nicht eure natürlichen Feinde – sie wollen, dass ihr Erfolg habt und richtig gut werdet – auch wenn’s manchmal zugegebenermaßen nicht so ausschaut.

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  3. Wo warst du, als ich vor 2 Jahren an die Uni kam? 😂 Ich komm jetzt ins 5. Semester und kann die Effektivität dieser Tipps bestätigen – mit dem Wissen wär mir vor allem im ersten Semester jede Menge erspart geblieben. Aber hey, nachher ist man immer schlauer.
    Liebe Grüße

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    1. Super das du die Tipps bestätigen kannst. Ich finde viele Sachen kann man auch nicht so wirklich vermeiden. 😉 Einfach weil man sie zum Beispiel von der Schule einfach noch gewohnt ist.

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  4. 11. Wende dich bei Problemen an deine Fachschaft oder an die Dozenten: Die beißen nicht und sind immer hilfsbereit. Sind die Probleme eher anderer Natur, gibt es an den meisten Unis auch Studienberatungen oder psychologische Beratungen.

    12. Hör auf dein Herz: Wenn es dir über zwei Monate oder länger sagt, dass das Studium nicht das Richtige für dich ist, brich es ab. Am besten gehst du vorher zur Studienberatung und überlegst, ob du ein anderes Studium beginnen willst oder lieber eine Ausbildung machen oder eine Auszeit nehmen willst!

    Das sind die Sachen, die mir noch eingefallen sind. Generell stimme ich deinen Punkten aber absolut zu!

    Liebe Grüße,

    Joanna

    PS: Dieser Kommentar ist das Werk einer leidenschaftlichen Prokrastiniererin, die eigentlich gerade ihre Bachelor-Arbeit weiter schreiben müsste 😀

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  5. 12. finde ich auch wichtig!!
    Ich würde noch ergänzen:

    13. Feiere kleine Erfolge/ belohne doch selbst
    Ich habe mir gern mal was Schickes zum Anziehen oder zum Naschen gegönnt, wenn ich eine Prüfung geschafft habe – meistens gibts ja keinen, der einem noch auf die Schulter klopft, das sollte man also selbst tun.

    14. Mach dir einen guten Plan und schau nur auf den nächsten Schritt…
    beziehungsweise nicht auf alle… ich hatte 10 Prüfungen zum Examen und manchmal nur ein paar Tage dazwischen. Der Lernplan sollte vorher stehen: in Tage aufteilen, Lernzeiten definieren. Stoff aufteilen. Aber dann habe ich das nur durchgestanden, indem ich jede Prüfung einzeln gesehen habe und auch nicht an an die nächste gedacht habe…
    Gerade vorm Examen kann man ganz schön die Krise bekommen… Weil es eben alles ein Berg Stoff ist. Hier heißt es einfach: Ruhe bewahren!

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  6. Ich habe vielleicht einen weiteren kleinen Tipp, besonders geeignet für die dunkler werdenden Tage und die längeren Nächte im Winter. Ein Lichtwecker hilft besonders gut, um aus dem Bett zu kommen. Extreme Morgenmuffel, die 10 Alarme auf ihrem Handy einstellen, könnten davon besonders profitieren. Ich habe mir selber einen Lichtwecker relativ spät angelegt, aber ich finde, er hilft mir massiv dabei, morgens besser den Tag zu starten, weil ich durch die heller werdenden Lichtverhältnisse im Zimmer von alleine wach werde und nicht unsanft aus dem Bett stolpere. Das macht das Leben im Studium evtl. etwas angenehmer.

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    1. Hey, das ist ein Tipp der mir weiterhelfen könnte, denn ich brauche auch immer so ca. 5 Wecker um mich aus dem Bett zu bewegen. 😉 Vielleicht lässt der Weihnachtsmann ja einen fallen 😉

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  7. Hier ein paar kleine Tipps von mir (ich habe 3 Studiengänge als jeweils Jahrgangsbester abgeschlossen und das, obwohl ich eigentlich wenig organisiert und fleißig bin).

    1. Vernetze Dich nicht nur mit Deinesgleichen. Gerade stille und konträre Charaktere die oft gemieden werden, bringen Dich mehr voran als diejenigen, die Dich in Deiner Weltsicht nur bestätigen.
    2. Erst einmal machen bringt oft mehr, als Zauderei. Gerade wenn es im Gruppenarbeiten geht, arbeitet man sich sich besser an einer schlechten Vorlage ab, als an endlosen Diskussionen über einen möglichen Zugang zu einem Thema.
    3. Der erste Eindruck zählt: Versuche, besonders deine ersten Arbeiten außergewöhnlich gut abzuliefern. Damit setzt Du die Marke für den Rest Deines Studiums. Gute erste Arbeiten legen Deinen Ruf im Kollegium und unter den StudentInnen für die Zukunft.
    4. Füge Deinen Arbeiten eine persönliche Note hinzu. Auch spröde Themen können lesenswert abgehandelt werden. Beim Verfassen von Arbeiten immer an die LeserInnen denken. Absätze und Hervorhebungen kosten dich nichts und machen Deine Arbeit ungleich lesbarer.
    Bringe eigene Erfahrungen ein und bleibe authentisch. Habe Mut zur Authentizität.
    5. Wenn Du etwas gut kannst, vermittele es anderen. Gerade durch das Lehren lernst am meisten Du.

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  8. Vielen Dank für die Tipps! Mein Studium beginnt in einer Woche und ich bin zugegebenermaßen ziemlich nervös. Vor allem, da ich in der Schule fast nie gelernt habe und das Abi einfach so aus dem Ärmel schütteln konnte. Ich hoffe, ich werde das Lernen noch lernen…

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  9. Liebe Leute.
    Ich finds gut, dass ihr euch solche Gedanken macht, wie ihr das alles gut meistern könnt. Klar, ist es. Aber passt mal bloß auf euch auf. Ihr könnt noch früh genug viel arbeiten und erfolgreich sein und an später denken. Wenn das Studium dafür nicht die Zeit ist, läuft was falsch.
    Liebe Grüße, die Flocke

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